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»Der Brand« Daniela Krien

# Das Zitat

»Hinter seinem Lächeln verbirgt sich etwas, und Rahel denkt, dass besonders in einer Ehe die Summe des Nichtgesagten die Summe des Gesagten bei weitem übersteigt.«

# Der Inhalt

Ein Brand und ein Hilferuf verändern Rahels und Peters Urlaubspläne schlagartig und spülen das seit dreißig Jahren verheiratete Paar statt in die bayerischen Alpen in die brandenburgische Uckermark. In brütender Hitze der ländlichen Stille beginnen die beiden, ihre gemeinsamen drei Jahrzehnte über drei gemeinsame Wochen hinweg aufzuarbeiten und über die Frage nach einem Neuanfang nachzudenken. Und scheinbar ganz nebenbei findet Rahel etwas Ungeheuerliches über ihre Herkunft heraus.

# Die Form

Während sich die Erzählzeit über drei Wochen erstreckt, breitet sich die erzählte Zeit über drei Jahrzehnte hinweg aus. In der dritten Person, aber aus der Perspektive von Rahel zeichnet Daniela Krien mit der ihr eigenen schlichten, präzisen Sprache ein komplexes, durch große Intensität filigran gestaltetes, fast psychologisches Bild dieser Beziehung.

# Mein Fazit

»Der Brand« ist ein stiller Roman über eine Beziehung, deren Verlauf wertungsfrei präsentiert wird. Er lebt von feinen Zwischentönen und überlässt am offenen Ende dem Lesenden, ob ein Silberstreif am Horizont erkennbar wird.

Ich bin ein großer Fan der klaren Sprache der Autorin und kann eine klare Leseempfehlung für den Sommerurlaub aussprechen!

Claudia Stieglmayr

»Der Brand« von Daniela Krien
Taschenbuch, Diogenes Verlag, 272 Seiten
21. Juni 2023, 14,- Euro
ISBN 978-3-257-24682-7

Außerdem habe ich von Daniela Krien gelesen, geliebt und auf diesem Blog besprochen: »Muldental« und »Die Liebe im Ernstfall«.

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